Gruppenalarm

Personen alarmieren – auch wenn kein Einsatz läuft

Der Gruppenalarm ist für Katastrophenschutz, Hilfsorganisationen und Feuerwehren gemacht: schnell eine Gruppe erreichen, sehen, wer kommt, und bei Bedarf direkt in den Einsatz übergehen. In Leitstelle, Portal und Einsatz-App integriert.

Was Gruppenalarm kann

Ohne Einsatz alarmieren

Personensuche, Unwetter-Vorwarnung, Verfügbarkeitsabfrage oder Info an alle – nach Gruppen oder einzelnen Personen.

Vier Stufen, eigene Arten

Alarm, Vorwarnung, Abfrage, Information. Arten, Texte und bis zu sechs Antworten legt jede Organisation selbst fest.

Kommt an – auch ohne App

Push mit Vollbild-Alarm, danach automatisch SMS, Anruf mit Tastenantwort und E-Mail. Jede Antwort stoppt die Eskalation.

Wer kommt, wann, mit welcher Qualifikation

Zusagen live sortiert nach Ankunft und Uhrzeit, Qualifikationen zusammengefasst, Standort freiwillig bis zur Ankunft.

Nahtlos in den Einsatz

Alarm mit einem Einsatz verknüpfen, Zusager als Zulauf einteilen – die App wechselt automatisch in den Einsatz.

Nie verwechselbar

Eigene Farbe in App, Leitstelle, Portal und Alarmmonitor. Einsatzalarme haben immer Vorrang.

So läuft ein Gruppenalarm ab

  1. Vorbereiten

    Sie legen Alarmgruppen, Arten, Texte und Antworten fest und laden Helfer ein. Ein Probealarm zeigt, ob die Geräte erreichbar sind.

  2. Auslösen

    Ausgelöst wird im Portal, in der Leitstelle oder in der Einsatz-App. Die Vorschau zeigt vor dem Senden, wie viele Personen alarmiert werden, wer nicht verfügbar ist und was es kostet.

  3. Eskalieren

    Zuerst geht der Push mit Vollbild-Alarm hinaus, danach automatisch SMS, Anruf mit Tastenantwort und E-Mail. Jede Antwort stoppt die Eskalation für diese Person.

  4. Rückmeldungen führen

    Zusagen laufen live ein, nach Ankunft und Uhrzeit sortiert. Eine Folgemeldung erreicht alle Empfänger, und die Ankunft lässt sich auch für Personen ohne App setzen.

  5. In den Einsatz übergehen

    Sie verknüpfen den Alarm mit einem Einsatz und teilen Zusager als Zulauf ein. Die Einsatz-App wechselt dann in den Einsatz.

  6. Beenden

    „Beenden“ stoppt die Eskalation. Bei einem Fehlalarm erhalten mit „Zurückziehen“ alle eine Entwarnung.

So funktioniert es

Standardkette für den Alarmtyp Alarm: Push sofort, SMS nach 2 Minuten, Anruf nach 5 Minuten, gezählt ab Auslösung. Wer antwortet, bekommt keine weiteren Stufen. Ist eine Stufe nicht zustellbar, folgt die nächste sofort. Ohne Guthaben werden SMS und Anruf übersprungen.
Eskalationskette beim Gruppenalarm
Sieben Schritte: Helfer sagen zu und teilen auf Wunsch ihren Standort, melden die Ankunft. Die Führung verknüpft den Gruppenalarm mit einem Einsatz und teilt Zusager einer Einheit zu. Die App wechselt ohne Passwort in den Einsatz. Mit dem Einsatzende endet der Gruppenalarm, die Bereitschaft bleibt aktiv.
Vom Gruppenalarm in den Einsatz

Wofür der Gruppenalarm gedacht ist

Ein Einsatzalarm gehört zu einem Auftrag im laufenden Einsatz und richtet sich an Einheiten. Ein Gruppenalarm erreicht Personen, auch wenn noch kein Einsatz läuft: die Schnelleinsatzgruppe, die Bereitschaft oder alle Helfer einer Organisation. Die vier Stufen Alarm, Vorwarnung, Abfrage und Information machen klar, was von den Empfängern erwartet wird.

Die Alarmgruppen können frei zusammengestellt sein, an eine Einheit gekoppelt sein oder als Sammelgruppe mehrere Gruppen umfassen. Wer gerade abwesend oder nicht verfügbar ist, sieht die Führung schon vor dem Auslösen.

Erreichbarkeit und Kosten

Push und E-Mail sind kostenlos. SMS und Anrufe werden nach Verbrauch über das Guthaben abgerechnet, und die Kosten stehen vor dem Senden in der Vorschau. Reicht das Guthaben nicht, werden die kostenpflichtigen Wege übersprungen, ein Minus entsteht nicht. Prüfen Sie das Guthaben daher vor einer Lage: Wer die App nicht nutzt, ist dann unter Umständen nicht erreichbar.

Wer nicht erreicht wurde oder eine Zusage zurückzieht, erscheint in der Leitstelle als Meldung. So fällt eine Lücke auf, bevor sie zum Problem wird.

Auslösen aus anderen Systemen

Eine Kreisleitstelle, ein Pegel- oder ein Warnsystem kann Gruppenalarme über eine eigene Schnittstelle auslösen und erhält die Rückmeldungen per Webhook. Alarme aus Alamos FE2 und DIVERA 24/7 lassen sich ebenfalls als Gruppenalarm übernehmen, mehr dazu auf der Seite Schnittstellen.

So sieht es aus

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Was noch dazugehört

  • Mehrere Organisationen in einem Konto – Bereitschaft je Organisation an- und abschalten
  • Verfügbarkeit und Abwesenheiten je Organisation, sichtbar schon vor dem Auslösen
  • Probealarm über den Server und Hinweise je Gerätehersteller, damit Alarme sicher ankommen
  • Übungen deutlich gekennzeichnet, mit eigenen Kanälen
  • Externe API und signierte Webhooks für Kreisleitstelle, Pegel- und Warnsysteme
  • Kein Minus beim Guthaben: kostenpflichtige Kanäle werden ohne Guthaben übersprungen – mit klarer Warnung vorher
  • Löschfristen je Organisation; Standortverlauf standardmäßig 24 Stunden nach Alarmende

Praxisbeispiel: Unwetterwarnung für eine Schnelleinsatzgruppe

Ein neutraler Ablauf, wie er im Katastrophenschutz vorkommen kann.

  1. Am Nachmittag wird eine Unwetterwarnung für das Gebiet gemeldet. Die Bereitschaftsleitung löst eine Abfrage an die Alarmgruppe aus: Wer steht heute Abend zur Verfügung?
  2. Die Helfer antworten in der App, einzelne per SMS-Kurzcode. Die Führung sieht, wie viele zur Verfügung stehen und welche Qualifikationen dabei sind.
  3. Am Abend kommt die Anforderung. Die Stufe Alarm geht an die Gruppe, wer nicht antwortet, erhält nacheinander SMS und Anruf.
  4. Zusager teilen freiwillig ihren Standort bis zur Ankunft. Das Teilen endet automatisch bei Ankunft, Absage oder Alarmende.
  5. Die Führung verknüpft den Alarm mit dem neu angelegten Einsatz und teilt die Zusager als Zulauf ein. Die Einsatz-App wechselt in den Einsatz.

Häufige Fragen

Können Helfer auch ohne App antworten?

Ja. Ohne App antworten sie per SMS mit dem Kurzcode aus der Nachricht, per Taste im Anruf oder über einen Link, der eine Antwortseite ohne Anmeldung öffnet.

Was kostet ein Gruppenalarm?

Der Gruppenalarm ist in Professional und Enterprise enthalten und lässt sich zu Basis als Zusatzmodul buchen. Push und E-Mail sind kostenlos, SMS und Anrufe werden nach Verbrauch über das Guthaben abgerechnet. Die Vorschau zeigt die Kosten vor dem Senden.

Worin unterscheidet sich der Gruppenalarm vom Einsatzalarm?

Der Einsatzalarm gehört zu einem Auftrag im laufenden Einsatz und geht an Einheiten. Der Gruppenalarm erreicht Personen auch ohne Einsatz, etwa zur Vorwarnung oder Verfügbarkeitsabfrage, und zeigt, wer kommt. Einsatzalarme haben immer Vorrang.

Was passiert bei einem Fehlalarm?

Mit „Zurückziehen“ erhalten alle Empfänger eine Entwarnung. „Beenden“ stoppt dagegen nur die Eskalation, die Helfer bekommen dann keine Nachricht.

Lässt sich ein Gruppenalarm aus einem anderen System auslösen?

Ja. Kreisleitstelle, Pegel- oder Warnsysteme lösen Gruppenalarme über eine eigene Schnittstelle aus und erhalten Rückmeldungen per Webhook. Auch Alarme aus Alamos FE2 und DIVERA 24/7 können als Gruppenalarm ankommen.