Patientendokumentation

Patientendokumentation im Sanitätsdienst: Eine Akte vom ersten Kontakt bis zur Übergabe

Die Patientendokumentation von leitstelle.live führt jeden Patienten in einer Akte, erfasst in der Einsatz-App oder in der Leitstelle. Kurz oder ausführlich, mit Sichtung, Vitalwerten und Verbleib, und am Ende mit dem Patientenprotokoll als PDF. Auch ohne Internetverbindung gehen die Eingaben nicht verloren.

Was Patientendokumentation kann

Eine Akte je Patient

Beschwerden, Maßnahmen, Vitalwerte und Verbleib, aus Einsatz-App oder Leitstelle.

Kurz oder ausführlich

Das Nötigste in Sekunden, das vollständige Protokoll jederzeit ergänzbar.

Sichtung

Kategorien I bis IV, EX und B mit den Zusätzen TP und K, die Liste zeigt alle Patienten farbig.

Vitalwerte mit Zeit

Vitalwerte lassen sich mehrfach erfassen, sodass der Verlauf nachvollziehbar bleibt.

Patientenanhänger

Ein QR-Code am Patientenanhänger ordnet die Akte vor Ort zu.

Protokoll als PDF

Das Protokoll je Patient, im Portal auch alle Protokolle eines Einsatzes auf einmal.

Der Weg einer Patientenakte

  1. Erfassen

    Aus dem Auftrag oder direkt vor Ort entsteht eine Akte mit Kennung, etwa P-12. Fundort und Auftrag werden aus der Einsatzstelle vorbelegt.

  2. Sichten

    Sichtungskategorien I bis IV, EX und B, dazu die Zusätze TP und K. Die Patientenliste zeigt alle Patienten farbig nach Sichtung.

  3. Dokumentieren

    Kurz das Nötigste in Sekunden oder ausführlich mit Beschwerden, Maßnahmen und Vitalwerten. Vitalwerte lassen sich mehrfach mit Zeit erfassen.

  4. Übergeben oder transportieren

    Die Akte führt zum Transport mit Ziel und Dringlichkeit oder zur Übergabe, auch für mehrere Patienten auf einmal.

  5. Abschließen

    Die Leitstelle schließt die Akte ab, das Patientenprotokoll steht als PDF bereit.

So funktioniert es

Sichtung nach den Kategorien I bis IV, EX und B, dann die Patientenakte in App oder Leitstelle; sie zählt auf der Sanitätsstation ab der Anlage zur Belegung. Danach wird der Patient entlassen oder ein Transport angefordert, den die Leitstelle disponiert. Der Transport läuft über angefordert, disponiert, aufgenommen mit Status 7, am Ziel mit Status 8 bis zur Übergabe. Abschließen kann nur die Leitstelle; Transport und Übergabe brauchen eine Internetverbindung.
Der Weg eines Patienten

Patientendokumentation im Sanitätsdienst statt Durchschlag und Sammelliste

Im Sanitätsdienst entstehen viele kurze Kontakte und wenige ausführliche Fälle. Deshalb gibt es zwei Tiefen: Die Kurzerfassung reicht für das Nötigste, das ausführliche Protokoll lässt sich jederzeit ergänzen. Die Leitstelle kann die ausführliche Erfassung bei der Einheit nachfordern. Ein QR-Code an einem Patientenanhänger ordnet die Akte vor Ort zu.

Weil App und Leitstelle dieselbe Akte nutzen, sieht die Leitstelle den Patienten sofort. Das erspart Rückfragen über Funk, die Einsatzleitung erkennt jederzeit, wie viele Patienten in welcher Kategorie versorgt werden.

Das Patientenprotokoll

Das Protokoll je Patient gibt es als PDF aus der Leitstelle, im Portal auch alle Protokolle eines Einsatzes auf einmal. Die Akte enthält Beschwerden, Maßnahmen, Vitalwerte, Verbleib und die Zuordnung zum Auftrag mit Nummer, Stichwort und Alarmzeit. Bei der Übergabe stehen Ziel, Transportmittel und „Übergeben an“ in der Akte.

Sanitätsstation, Belegung und Eingangsbuch

Für die Sanitätsstation oder Unfallhilfsstelle gibt es eine eigene Ansicht mit Plätzen liegend und sitzend und einer Belegungstafel. Das Eingangsbuch lässt sich ausdrucken. Eine Akte zählt ab der Anlage zur Belegung.

Datenschutz und Internetverbindung

Patientendaten sehen nur Rollen mit dem entsprechenden Recht. Wie lange Einsätze mit Patienten aufbewahrt werden, legt Ihre Organisation fest, ohne Festlegung sind es 10 Jahre nach Abschluss. Der Einsatzbericht enthält eine Patientenstatistik ohne Namen.

Ohne Internetverbindung speichert die Einsatz-App Akten und Vitalwerte auf dem Gerät und sendet sie nach. Transport anfordern, Übergabe melden und Fotos brauchen eine Internetverbindung.

So sieht es aus

Antippen zum Vergrößern.

Was noch dazugehört

  • Sammelübergabe mehrerer Patienten, etwa an den Rettungsdienst
  • Transport aus der Akte anfordern, mit Ziel und Dringlichkeit
  • Kliniken als feste Transportziele
  • Patienten-Kurzinfo im Alarm an die Einheit, wenn die Leitstelle sie mitschickt
  • Patientenstatistik ohne Namen im Einsatzbericht

Praxisbeispiel: Zwei Patienten auf einem Konzert

Ein neutraler Ablauf mit einem kurzen und einem ausführlichen Fall.

  1. Ein Trupp versorgt eine Schnittwunde und erfasst den Fall kurz in der App. Nach der Versorgung wird die Person entlassen, und die Leitstelle schließt die Akte ab.
  2. Vor der Bühne bricht ein Besucher zusammen. Der Trupp legt die Akte an, scannt den Patientenanhänger und setzt die Sichtung.
  3. In der Unfallhilfsstelle kommen Vitalwerte mit Zeit und Maßnahmen hinzu, die Belegungstafel zählt den Platz.
  4. Der Zustand erfordert einen Transport. Die Station fordert ihn an der Akte mit Ziel und Dringlichkeit an, die Leitstelle disponiert ihn oder fordert extern an.
  5. Bei der Übergabe wird „Übergeben an“ festgehalten. Nach dem Dienst lädt die Einsatzleitung alle Protokolle des Einsatzes gesammelt im Portal herunter.

Häufige Fragen

Ab welchem Paket gibt es die Patientendokumentation?

Das Modul Patienten ist ab dem Paket Basis enthalten. Im Paket Free steht es nicht zur Verfügung.

Wie komme ich an das Patientenprotokoll?

Das Protokoll je Patient laden Sie in der Leitstelle als PDF herunter. Im Portal gibt es auch alle Protokolle eines Einsatzes gesammelt.

Funktioniert die Erfassung ohne Internetverbindung?

Patientenakten und Vitalwerte werden auf dem Gerät gespeichert und gesendet, sobald die Verbindung wieder besteht. Transport anfordern, Übergabe melden und Fotos brauchen eine Internetverbindung.

Wer sieht die Patientendaten?

Patientendaten sehen nur Rollen mit dem entsprechenden Recht. Exporte enthalten personenbezogene Daten und sind entsprechend abzulegen. Die Einsatzberichte enthalten eine Patientenstatistik ohne Namen.

Wer schließt eine Patientenakte ab?

Abgeschlossen wird eine Akte von der Leitstelle. Sie kann bei der Einheit auch eine ausführliche Erfassung nachfordern, falls bisher nur die Kurzerfassung vorliegt.